Von der Beere zum Genusstropfen

Schritt 1: Die Lese

Weißwein kann aus weißen oder roten Weintrauben hergestellt werden. Im ersten Schritt der Weinherstellung werden diese von den Weinreben gelesen und nach Qualität sortiert. Anschließend werden die einzelnen Beeren vom Stiel getrennt, damit sie in die Weinpresse können. Durch die Trennung vom Stiel wird sichergestellt, dass keine abweichenden Aromen in den Wein gelangen können, sondern ausschließlich die der Trauben.

Schritt 2: Die Weinpresse (Keltern)

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Die Presse sorgt anschließend dafür, dass sich der Traubensaft aus den einzelnen Weinbeeren löst. Die Schalen und Kerne der Trauben bleiben zurück und werden anderweitig z.B. als Dünger für die Weinberge verwendet. Ausschließlich der Traubensaft auch Most genannt wird danach in große Edelstahltanks gefüllt und fermentiert.

Schritt 3: Die Fermentierung und Klärung

Fermentieren: Das steckt hinter der uralten Kulturtechnik | wissen.de

Bei der Fermentierung, oder auch Gärung genannt werden die organischen Stoffe im Traubensaft in Säure, Gase und Alkohol umgewandelt. Der Zucker im Traubensaft, welcher aus Glucose und Fructose besteht wird durch Hefebakterien in Alkohol umgewandelt. Diese Bakterien vermehren sich und erzeugen als Nebenprodukt Alkohol. Ist der enthaltene Zucker vollständig in Alkohol umgewandelt, sterben die Hefebakterien ab und die Weintrauben sind zu einem trockenen Weißwein geworden. Je nach gewünschten Süßegrad des Weins wird dieser Prozess durch den Winzer beeinflusst und gestoppt. Süße Weine enthalten daher weniger Alkohol als Trockene. Der maximale Alkoholgehalt der Gärmethode liegt jedoch bei etwa 15%, hier lösen sich die Hefebakterien unabhängig von dem noch vorhandenen Zuckergehalt vollständig auf. Ist der Gärungsprozess abgeschlossen, wird der Wein für kurze Zeit kühl in großen Tanks gelagert, damit sich dieser setzen und stabilisieren kann. Dabei kristallisiert die überschüssige Weinsäure im Wein und sinkt als Weinstein auf den Boden der Tanks. Dieser wird vom Wein getrennt und kommt nicht mit in die Flaschen. Nach der Trennung von Wein und Weinstein wird der Wein geklärt. Die Klärung von Wein erfolgt meist mit Bentonit, einer Ton­er­de aus Silizium- und Alu­mi­ni­um­oxid. Es sorgt dafür, dass sich Enzyme wie z.B. Proteine aus dem Wein lösen und ebenfalls auf den Boden sinken. Diese würden den Wein bei wärmeren Temperaturen gerinnen lassen und somit zu Klumpenbildung und Schlieren in der Flasche führen.

Schritt 4: Die Abfüllung

Nach der Klärung des Weins ist dieser nun vollständig aufbereitet und kann abgefüllt werden. Bereits kurz nach der Abfüllung kann der hergestellte Weißwein in den Verkauf gebracht werden.

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Schritt 5: Der Verkauf

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Qualitätsweine können je nach Sorte 5 bis 10 Jahre gelagert werden. In dieser Zeit entwickelt sich der Wein und bildet zusätzliche Aromen. Die meisten Qualitätsweine sind für einen Verzehr innerhalb von 2 bis 4 Jahren ausgelegt. In den Verkauf kommen die Weißweine bereits im Jahr der Herstellung. Eine Lagerung von über 5 Jahre ist etwas für das ganz besondere Weinerlebnis.

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Ioannis Gortsas